26.-31.10.2017

Wales...

 

Wir sind verliebt in Wales. 
Nicht nur in die wundervollen Ponys, auch in die Landschaft, die Menschen, die Mentalität, den Dialekt, ins Englische Teegebäck und sogar ein kleines bisschen in das Wetter... 

So kam es, dass wir kurzerhand die Autumn Cob Sale als Gelegenheit genutzt haben,

um dieses Jahr nochmal ein bisschen walisische Luft zu schnuppern.

 

 

Diesmal sind wir zum ersten mal rüber geflogen und haben uns dort einen Leihwagen genommen,

wir waren zu dritt unterwegs, meine Mutter und ich, sowie eine liebe, ebenfalls ponybegeisterte Freundin.

Das Autofahren hatte ich mir weitaus schlimmer vorgestellt als es ist - vom Flughafen weg ist man direkt auf der Autobahn und kann sich ganz in Ruhe an den Linksverkehr gewöhnen,

nach ein paar Stunden merkt man den Unterschied kaum noch.

 

Wir hatten uns die Tage vor und nach der Sale frei gehalten um das Land ein bisschen zu erkunden

und natürlich um einige Züchter zu besuchen.

In Llanddewi Brefi hatten wir ein wundervolles Cottage gemietet, auf der Farm einer älteren Familie,

die Welsh A und Schafe züchtet - mitten im Nirgendwo, umgeben von satt grünen Wiesen, Hecken,

Schafen und einigen Schimmelponys.

 

Am ersten Tag ging es für uns aufs Llanarth Gestüt.

Wir haben ihren Deckhengst Llanarth Fiery Jack im Sommer auf der Royal Welsh gesehen und waren begeistert - daher hatte ich sie im Sommer bereits kontaktiert und sie haben uns eingeladen.
Die Fahrt dorthin war ein echtes Abenteuer, auf die letzten Kilometer werden die Straßen so schmal,

dass keine zwei Autos aneinander vorbei kommen.
Auf dem Gestüt wurden wir herzlich empfangen, eine wahnsinnig nette Familie die mit und für ihre Ponys lebt.

Zuerst haben wir uns ihre Deckhengste angeschaut - einer schöner als der andere

und Fiery Jack ist auch aus der Nähe einfach ein unendlich charmantes und bildschönes Pony.
Anschließend ging es mit dem Auto raus auf die Stutenkoppeln.

Inmitten einer großen Herde aus so wundervollen Cobstuten wird man fast ein wenig ehrfürchtig.
Ich hätte nichtmal sagen können, welche die schönste ist, sie waren alle toll.

Am meisten freue ich mich, dass wir bald ein kleines bisschen Llanarth auch bei uns zu Hause haben...
Zu uns kommt ein Sohn von Llanarth Fiery Jack aus einer Menai Sparkling Magic Mutter,

Hengstfohlen, Fuchs mit weißer Mähne, Blässe, 4 mal hoch weiß...

Genau mein Beuteschema, vielleicht ein zweiter Pegasus...? <3 

Auf der Sale verbrachten wir zwei schöne Tage, wir haben viele tolle Ponys gesehen, einige Bekannte getroffen,

für eine Bekannte ein C Fohlen ersteigert, aber so richtig "klick" gemacht hat es bei keinem 
Pony und so bringen wir auch keines von der Sale mit dieses Jahr -

obwohl wir für Llanarth Jacob ja dringend noch einen Spielgefährten brauchten...

 

Den haben wir auch gefunden, aber das war ein Zufall der ganz besonderen Art.

Meine Mutter hatte auf Facebook dieses Jahr ein einziges Hengstfohlen gesehen,

was ihr wirklich gut gefallen hat, aber das Interesse an dem Fohlen war sofort groß,

viele Kommentare, viele Fragen zu dem Fohlen, also haben wir den Züchter garnicht erst

kontaktiert. Zu der Zeit brauchten wir ja auch noch kein Hengstfohlen...

 

Wir hatten aber unseren Cottage-Besitzern erzählt, dass wir ein zweites Cob-Hengstfohlen suchen

und sie meinten, die Nachbarin hätte dieses Jahr ein braunes Hengstfohlen,

wir sollen uns das doch mal anschauen.

Gesagt, getan und es stellte sich heraus, dass es sich genau um dieses eine Fohlen

aus dem Internet handelte, was uns so gut gefallen hatte.

Nachdem uns auch die Mutter und die Großmutter des Fohlens wirklich begeistert hat,

haben wir den Kleinen gekauft.

Sein Name ist Brenig Gerallt - von Geler Sparc aus der Brenig Gwawr von Menai Sparkling Imperial.

 

Am letzten Tag unserer Reise haben wir Familie Reipen auf dem Three-B Gestüt besucht.

Eine sehr nette Familie auf einer toll gepflegten Anlage mit noch tolleren Ponys!

Vor allem die A´s hatten es uns angetan, ich bin einem kleinen Hengst völlig verfallen,

5 Jahre alt, Silber-Weiß, ganz viel Bewegung und ein Gesicht, wie man es schöner nicht malen könnte.

So ganz rechtfertigen können wir es uns selbst noch nicht, warum wir ein A Pony brauchen,

aber so ganz aus dem Kopf gehen tut uns das ein oder andere Pony noch nicht...

 

Es war also wieder eine tolle Reise nach Wales, leider viel zu kurz, aber unsere Ponys zu Hause

wollen ja auch versorgt sein...